Ehevertrag beim Notar – darum ist er sinnvoll

Wenn zwei Menschen die Ehe eingehen wollen, werden ab dem Tag der standesamtlichen Trauung gesetzliche Regelungen angewendet. Wenn Sie mit den gesetzlichen Regelungen nicht einverstanden sind, können Sie mit einem Ehevertrag entsprechende Anpassungen schließen. Warum ein notarieller Ehevertrag sinnvoll ist, erfahren Sie von Schwarze, Hanefeld, Dr. Dabag Rechtsanwälte.

Inhalt

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wozu ein notarieller Ehevertrag?
  3. Wann kann ein notarieller Ehevertrag geschlossen werden?
  4. Welche Rolle spielt der Güterstand in einem Ehevertrag?
  5. Wie kann der Unterhalt in einem notariellen Ehevertrag geregelt werden?

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Ehevertrag soll für den Fall einer Scheidung wichtige Themen rechtssicher klären.
  • Mögliche Inhalte eines Ehevertrags betreffen unter anderem Vermögens- und Unterhaltsfragen.
  • Laut Gesetz muss der Ehevertrag notariell beurkundet werden, um gültig zu sein.

 

Wozu ein notarieller Ehevertrag?

Ein Ehevertrag beugt unangenehmen Konsequenzen vor, die sich vor allem am Ende einer Ehe, also bei der Scheidung einstellt. Das Gesetz sieht vor, dass ein Ehevertrag notariell beurkundet werden muss. Der Grund dafür ist, dass wirtschaftlich weitgehende Regelungen mit einem Ehevertrag getroffen werden und eine unparteiische rechtliche Beratung sichergestellt sein muss.

 

Wann kann ein notarieller Ehevertrag geschlossen werden?

Ein Ehevertrag kann vor und während einer Ehe geschlossen werden. In der Regel wird ein Ehevertrag allerdings vor der Ehe geschlossen, um eine Regelung für den schlimmsten Fall aufzustellen. Vor der Ehe gehen die betreffenden Parteien für gewöhnlich nicht von einem Scheitern dieser aus, was mit einem großen Vorteil für die Schließung eines Ehevertrags verbunden ist, weil zu diesem Zeitpunkt eine Vereinbarung ohne starke Emotionalisierungen getroffen werden kann. Auch wenn die Ehe gescheitert oder das Scheitern der Ehe sehr wahrscheinlich ist, kann man im Rahmen einer sogenannten Scheidungsfolgenvereinbarung noch Regelungen treffen. 

 

Welche Rolle spielt der Güterstand in einem Ehevertrag?

Durch den Güterstand wird das Vermögen während der Ehe, im Falle des Todes und im Fall der Scheidung den beiden Eheparteien zugeordnet. Eheleute leben grundsätzlich in einem gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Neben diesem Güterstand gibt es noch die Möglichkeit der Gütergemeinschaft und der Gütertrennung.

Notare und Notarinnen können Ihnen die Konsequenzen aus diesen drei möglichen Güterständen für das Bestehen und für das Scheitern erläutern. Diese Konsequenzen können natürlich an Ihre persönlichen Umstände und Wünsche angepasst werden. Auch dies wird Ihnen von Ihrem Notar erläutert.

 

Wie kann der Unterhalt in einem notariellen Ehevertrag geregelt werden?

Wenn die Ehe scheitert, muss auch eine Regelung für Unterhaltsansprüche und für die Versorgung der Eheleute im Alter getroffen werden. Wenn einer der beiden Eheleute nach der Scheidung nicht in der Lage ist, für den eigenen Unterhalt selbst zu sorgen. Die Gründe hierfür liegen in der Regel in der Betreuung der gemeinsamen Kinder oder Alters- und Krankheitsgründen.

Die Höhe der Unterhaltszahlungen bemessen sich nach den finanziellen Mitteln der Ehegatten und dem Lebensstandard während der Ehe. In einem Ehevertrag können Regelungen getroffen werden, die von den gesetzlichen Regelungen abweichen. Die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Unterhaltspflicht können im Ehevertrag eingeschränkt oder erweitert werden. Es kann z.B. ein Höchst- oder ein Mindestbetrag festgelegt werden. 

Auch die Auswirkungen von Vereinbarungen zum Unterhalt haben weitreichende Folgen. Die Beratung durch Notare und Notarinnen bei Regelungen zum Unterhalt nach der Scheidung ist daher unerlässlich und gesetzlich vorgeschrieben. Eine passende Lösung kann von den Notaren bei Schwarze, Hanefeld, Dr. Dabag Rechtsanwälte gefunden werden.

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