Familienrecht: Welche Vorteile bietet eine Scheidung mit Mediation?

Die Erfolgsaussichten bei der Scheidungsmediation sind durch die Begleitung eines Fachanwalts für Familienrecht am höchsten. Aber wie funktioniert Scheidungsmediation eigentlich? Wir von der Kanzlei Schwarze, Dr. Oskamp & Partner informieren Sie dazu in diesem Artikel.

Wohl jeder kennt den Begriff Rosenkrieg. Dazu muss es jedoch nicht zwangsläufig kommen. Die Mediation kann eine tragfähige Lösung bei einer Scheidung vorbereiten und auf diese Weise viel Kraft, Zeit und Geld sparen. Die Erfolgsaussichten bei der Scheidungsmediation sind durch die Begleitung eines Fachanwalts für Familienrecht am höchsten. Aber wie funktioniert Scheidungsmediation eigentlich? Wir von der Kanzlei Schwarze, Dr. Oskamp & Partner informieren Sie dazu in diesem Artikel.

 

Was ist eine Scheidungsmediation?

Bei einer Mediation handelt es sich um ein Verfahren zur einvernehmlichen Beendigung eines Konflikts. Dieses wird mit der Hilfe eines oder auch mehrerer Mediatoren durchgeführt. Die Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren. Sie kann in vielen Rechtsbereichen zum Einsatz kommen. Ein Fachanwalt für Familienrecht kann eine Scheidungsmediation begleiten.

Im Rahmen einer Scheidung kann eine Mediation alle Aspekte oder Teilbereiche der Rechtsfolge der Trennung des Ehepaares beinhalten: zum Beispiel die Aufteilung der Vermögenswerte, Fragen des Unterhalts, aber auch das Sorge- und Umgangsrecht für die gemeinsamen Kinder.

 

Wie verläuft eine Scheidungsmediation?

Eine Mediation kann man in drei Phasen aufteilen:

  1. Erstgespräch
  2. Aufarbeitung der Konfliktbereiche
  3. Lösungsmöglichkeiten und Vereinbarung

Im Erstgespräch geht es vor allem darum, das Ziel der Mediation festzulegen sowie die Rahmenbedingungen wie Pflichten der Parteien zu bestimmen. Dazu wird ein verbindlicher Vertrag abgeschlossen. Dieser wird als Mediationsvertrag bezeichnet.

In den nächsten Sitzungen der Scheidungsmediation werden die einzelnen Konfliktbereiche lokalisiert und besprochen. Anders als in einer Gerichtsverhandlung können in diese Gespräche auch die Gefühle wie Ängste und Sorgen der Ehepartner Eingang finden.

Bei der Scheidungsmediation wird es darauf ankommen, eine Struktur zu schaffen, die ein gegenseitiges Verständnis für die Lage des anderen ermöglicht. Es geht auch darum, die Ursachen und Interessen der Konflikte aufzudecken. Um das erreichen zu können, müssen beide Parteien ihren Standpunkt ausführlich darstellen können.

In der dritten Phase werden für die einzelnen Konfliktbereiche Lösungen gesucht, die für beide Parteien akzeptabel sind. Nachdem für alle Bereiche Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden, gilt es nunmehr, die Lösungen zu gewichten und zu bewerten. Anschließend wird eine Mediationsvereinbarung geschlossen, die in eine Scheidungsfolgenvereinbarung einfließt. Diese wird vor einem Notar geschlossen.

 

Welche Rolle nimmt ein Mediator ein?

Im Rahmen der Scheidungsmediation ist der Mediator absolut neutral und verschwiegen. Seine Rolle sollte der Mediator im Erstgespräch ausführlich darstellen. Er darf keiner Seite verpflichtet sein oder beihalten. Der Mediator muss sich zwingend im Familienrecht auskennen, da nur Lösungen eingebracht werden dürfen, die auch rechtlich umsetzbar sind. Deshalb ist ein Fachanwalt für Familienrecht die beste Wahl als Scheidungsmediator.

 

Welche Vorteile bietet die Scheidungsmediation?

Drei Dinge sparen Sie sich mit einer Scheidungsmediation:

  • Geld
  • Zeit
  • Ärger

Geld sparen Sie sich durch eine Scheidungsmediation insbesondere durch die Verkürzung des gerichtlichen Verfahrens. Mit einer Scheidungsfolgenvereinbarung ermöglichen Sie dem Gericht, eine schnelle Entscheidung treffen zu können, und verringern die Anzahl der Anträge, die andernfalls erforderlich sind. Kosten können auch dadurch gespart werden, dass ein gemeinsamer Scheidungsanwalt ausreicht.

Die Scheidungsmediation ist in der Regel schneller als ein Gerichtsverfahren. Einzelne Vereinbarungen können bereits umgesetzt werden. Die Mediation hilft auch, Stress und Ärger durch weitere Streitigkeiten zu vermeiden.

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